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Mit offenen Augen durch die Welt gehen und eigene Eindrücke lebendig schildern - das ist Ariane Messerschmitts Ziel. Ein Anliegen, das sie mit kräftigen Pinselstrichen auf großer Fläche in die Tat, also in Bilder umsetzt. Dabei bezieht sie den anfangs neutralen Hintergrund mit ein, läßt Tiefe entstehen und arbeitet das Motiv plastisch heraus. Die Struktur des Malgrundes, sei es selbstgeschöpftes Papier, Jute oder Leinwand, scheint durch und wirkt weiter. Zusätzliche Leichtigkeit und Spontaneität erwachsen aus dem Skizzencharakter von Ariane Messerschmitts Bildern. "Ich zeichne nicht vor", sagt sie. Empfindungen werden ohne Umwege umgesetzt, mit sicherem Strich und in kräftigen, ungebrochenen Farben. Diese plakative Malweise und die Auswahl der Motive - immer wieder tauchen Themen aus dem Umfeld des Theaters auf - verweisen auf eine Form des Ausdrucks, die für sie untrennbar mit der Malerei verbunden ist - die darstellende Kunst. Seit drei Jahren studiert Ariane Messerschmitt Bühnenbild und Kostüm an der Münchner Kunstakademie, und noch ist sie sich nicht sicher, ob sie in dieser Sparte bleiben oder sich der eigentlichen Malerei widmen wird. Vorerst nutzt Ariane Messerschmitt ganz einfach ihre Vielseitigkeit: Aus Gips oder Pappmaché formt sie Fabelwesen, die sie anschließend zueinander und zum umgebenden Raum in Beziehung setzt. Auch das eine Anleihe aus ihrer Tätigkeit als Bühnenbildnerin und auch die künstlerische Bewältigung ihrer Intention, "lebensbejahende Eindrücke von Mensch und Tier plastisch in Form und Farbe umzusetzen".
]akob Mayr |